Bunter Wind – Aktionen bis Ende 2015

Tag der offenen Tür in der Herzbergstraße

Am 4. September 2015 fand der Tag der offenen Tür in der Unterkunft für Geflüchtete in der Herzbergstraße statt. Im Hof gab es ein buntes Programm mit Musik, Kinderzirkus, Essen, Trinken und Spielen.  Auch das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz und die Willkommensinitiative Lichtenberg waren mit einem Stand dabei. Es wurden T-Shirts bedruckt und Buttons gebastelt.

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Ankommen – Ein Fotoprojekt der Alexander-Puschkin-Schule

Am 10. Juli 2015 eröffneten die Schüler_innen der Willkommensklassen der
Alexander-Puschkin-Schule ihre Ausstellung. Über einige Wochen hatten
sie ihren Alltag in Berlin mit Einwegkameras festgehalten–
Momentaufnahmen aus ihrem neuen Leben. In der Fotoausstellung
präsentieren die Jugendlichen nun ihre Ergebnisse. Nach einer
musikalischen Eröffnung, gab es kurze Erzählungen von den Jugendlichen
selbst zu den Bildern und einen Film über das Fotoprojekt. Die
Besucher_innen und die jugendlichen Fotograf_innen kamen gut ins
Gespräch über Lieblingsorte in Berlin, überraschende Begegnungen an
öffentlichen Orten und vieles mehr.

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Schultüten für geflüchtete Kinder und Jugendliche

Am 6. August 2015 veröffentlichte das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz den Aufruf, Schultüten für geflüchtete Kinder und Jugendliche zu basteln und in der Koordinierungsstelle abzugeben. Die Idee dahinter war einfach: Zum einen sollten die neu ankommenden Geflüchteten im Bezirk einen schönen Willkommensgruß bekommen, um ihnen so den Einstieg ins Schulleben zu erleichtern. Zum anderen waren bereits in den letzten Monaten viele Menschen auf uns zugekommen mit der Frage, wie sie geflüchteten Menschen im Bezirk helfen können. In Kooperation mit der Alexander-Puschkin-Schule wurde der Aufruf für deren Willkommensschüler_innen gestartet.

Dass die Idee derart stark aufgegriffen würde, hatte niemand erwartet. Mehrere Zeitungen, Radios und lokale Portale veröffentlichten den Aufruf und so waren die 40 Schultüten schon nach kurzer Zeit zusammen.
Doch der Zuspruch für die Aktion nahm kein Ende! Neben dem Büro der Koordinierungsstelle Lichtenberg erklärten sich auch das Nachbarschaftszentrum Undine und das Stadtteilzentrum Lichtenberg Mitte bereit, Schultüten entgegen zu nehmen. Auch die anderen Nutzer_innen der KultSchule waren uns bei der Annahme der Spenden eine große Hilfe.

Insgesamt wurden schätzungsweise 700 Schultüten unterschiedlichster Größe, selbstgebastelte oder gekaufte, mit Kuscheltieren, Fußbällen, Regenschirmen, Mini-Skateboards, Süßigkeiten und natürlich Schulmaterialien abgegeben. Dazu mehrere Ranzen und Taschen. Die Spender_innen waren Familien, Senior_innen, Student_innen, kleine Betriebe und Läden aus dem Bezirk und ganz Berlin. Menschen, die bei Facebook aufriefen, ob sich jemand von den Freund_innen beteiligen wolle und plötzlich das Wohnzimmer voller Schulmaterial hatten; Menschen, die sich zum Geburtstag von ihren Freund_innen nur Schultüten für diese Aktion wünschten und dann mit einem vollbepackten Auto vorbeikamen. Redakteur_innen der Berliner Zeitung, die nicht nur – wie mehrere andere Zeitungen auch – Werbung für die Aktion machten, sondern selbst dutzende Tüten packten. Immer wieder kam auch die Frage, was man noch tun könnte für die neuen Nachbar_innen und so konnten wir auch viele Menschen gewinnen bei der Willkommensinitaitive mit zu arbeiten, sich in der Notunterkunft in Karlshorst oder in den Schulen zu engagieren.

Nun mussten die vielen, vielen Tüten verteilt werden unter den Willkommenklassen an Schulen im ganzen Bezirk. In den zwei Wochen nach Schulbeginn leerte sich unser Büro wieder. Mit Hilfe vonehrenamtlichen Helfer_innen und der Unterstützung von Gangway Hohenschönhausen, der pad gGmbH und dem Stadtteilzentrum Ostseeviertel wurden mit Autos und Transporten die Schultüten zu den Willkommensklassen der Fritz Reuter Schule, der Adam Ries Schule, der Schule im Grünen Grund, des Grünen Campus Malchow und des Barnim Gymnasiums gebracht und den neuen Schüler_innen übergeben. Bei mehreren Übergaben waren wir mit dabei und erlebten die Freude der Beschenkten hautnah mit. Ein Teil der zusätzlich abgegebenen Sachspenden fand seinen Weg zu Deutschkursen in den Lichtenberger Unterkünften.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei Allen bedanken, die diese Aktion unterstützt, beworben, selbst gespendet, Schultüten transportiert oder Kontakte hergestellt haben. Sie war ein großer Erfolg.


Willkommensfest im Kiezgarten Heinrichstraße

Am 29. Mai 2015 kamen über 40 kleine und große geflüchtete Menschen, aus der Unterkunft Bornitzstraße, in den Kiezgarten. Der Grill stand schon bereit und ein großer Salat wurde gemeinsam mit Familien aus dem Weitlingkiez zubereiten. Innerhalb von Minuten war der Holzkohlegrill mit   Hähnchenfleis15-05-29_Fest Kiezgartench eingedeckt. Zu Feier des European Neighbours‘ Day 2015 – den „Europäischer Nachbarschaftstag“ – hatte die Willkomensinitiative Lichtenberg das Fest organisiert. Es gab Kinderschminken, Stockbrot backen über’m Feuer, Limonade für alle, Trampolin hüpfen und vieles mehr. Im laufe des Festes besuchte auch die Schirmherrin und Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro das Fest und ging offen in die Gespräche mit den Besucher_innen. Auch die Bezirksstadträtin für Jugend un Gesundheit Frau Dr. Sandra Obermeyer und einige BVV-Vertreter_innen besuchten das Nachbarschaftsfest. Der Kiezgarten war an diesem Tag getaucht in mehrsprachige Gespräche, durchmischt mit Kinderlachen und Geschirrgeklapper.


Jugendzimmer in der Herzbergstraße eröffnet

Gestern wurde in der Unterkunft für Geflüchtete in der Herzbergstraße das Jugendzimmer mit einem kleinen Fest aufenthaltsraum_herzbergstreröffnet.

Die Jugendlichen hatten den Raum in den letzten Wochen gemeinsam mit Studierenden der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Karlshorst gestaltet. Die Wände wurden mit Wandbildern verschönert und eine Sofaecke gebaut. Es gibt Bücher, eine Musikanlage, Spiele und einen Kicker.


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Schon im Februar diesen Jahres hat die Eishockeymannschaft „Eisbären Berlin“ eine Solidaritätsaktion für Flüchtlinge organisiert. Dafür wurden die Bewohner_innen mehrerer – auch Lichtenberger – Flüchtlingsheime in die O2-Arena eingeladen. Dort konnten sie einem Probetraining der „Eisbären“ beiwohnen und anschließend selber aufs Eis. Das Angebot wurde vor allem von den Kindern dankbar angenommen. Vielen Dank an die Fan-Gruppe „Black Corner“ und die Verantwortlichen der „Eisbären“, die diesen Tag organisierten.


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Am Freitag, dem 27. Februar 2015, kamen auf dem Gelände der als Notunterkunft für Geflüchtete genutzten Turnhallen in Hohenschönhausen Anwohner_innen, Jugendliche aus umliegenden Jugendklubs und die Bewohner_innen der Turnhallen zusammen. Gemeinsam wurde der Fußballplatz hinter den Turnhallen von Getrüpp und Moos befreit, so dass er jetzt, wenn es wieder wärmer wird, von den Geflüchteten genutzt werden kann. Für Getränke und Kuchen war gesorgt und so wurde die Stunden genutzt, um sich gegenseitig kennenzulernen, gemeinsam zu arbeiten und Sport zu treiben. Weitere Projekte wurden geplant und so war die Aktion nur der Beginn einer gemeinsamen Freizeitgestaltung, die es den Geflüchteten ermöglicht, im Bezirk anzukommen und Kontakte zu knüpfen.


fahrraddemo2Am 24. Januar 2015 fand in Hohenschönhausen eine Fahrraddemonstration unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rassismus“ statt. Etwa 60 Menschen aus dem Bezirk versammelten sich um 15:00 Uhr am Prerower Platz und verliehen ihren Forderungen „Solidarität mit den neuen Nachbar*innen“ und „Wohnungen für alle“ mit Transparenten Ausdruck.
fahrraddemo1Der Fahrradtross zog anschließend quer durch Hohenschönhausen Nord, hielt an mehreren belebten Kreuzungen, so dass die Umstehenden mit Flugblättern und Redebeiträgen informiert werden konnten und endete schließlich in der Nähe des geplanten Containerdorfs in Falkenberg. Das Ziel der Aktion, einmal fernab der Proteste gegen die Anti-Flüchtlingsdemonstrationen, eigene Akzente zu setzen ist voll aufgegangen. Es wurden viele Hohenschönhausener_innen erreicht, die ihre Wochenendeinkäufe unterbrachen und sich die Reden anhörten. Es wurde klar, dass Hohenschönhausen nicht den Flüchtlingsgegner_innen überlassen wird.


Pressekonferenz zur Kampagne (14.08.2014):

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Unterstützungsfoto:

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(Die Lichtenberger Linksfraktion)


Aktionswochen für ein offenes und vielfältiges Berlin (20.09.-10.10.2014 in Lichtenberg):

20. September 2014 – Bustour durch die Geschichte Lichtenbergs.

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26. September 2014 – „Can’t be silent“ – Filmvorführung und Konzert mit MC Hosain und Meisam und Yansn.

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1. Oktober 2014 – Filmvorführung „Land in Sicht“ mit den Filmemacherinnen Antje Kruska und Judith Keil

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7. Oktober 2014 – Lesung mit Patricia Pientka zu ihrem Buch „Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn“

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10. Oktober 2014 – Lesung mit Sabine Kebir und Hans Coppi aus ihrem Buch „Ilse Stöbe. Wieder im Amt. Eine Widerstandskämpferin in der Wilhelmstraße“

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Bunter Wind an den Themenbäumen in Lichtenberg Mitte:

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